Ev. - Luth. Kirchengemeinde Lägerdorf
- Lutherkirche -

Gottesdienste bis Ende Januar

Da die Fallzahlen immer noch hoch sind und die Kontaktbeschränkungen bis Ende des Monats nochmals durch die Landesregierung verschärft wurden, hat sich der Kirchengemeinderat darauf verständigt, bis zum 31. Januar 2021 keine Gottesdienste in der Lutherkirche zu feiern.  Wir hoffen, das im Februar wieder Präsenzgottesdienste möglich sind.

Für den 2. Sonntag nach Epiphanias (17.01.21), den 3. Sonntag nach Epiphanias (24.01.21) und den letzten Sonntag nach Epiphanias (31.01.21) finden sich wie in den Wochen zuvor Gedanken auf dieser Internetseite (oben in der Kopfzeile den Sonntag), im Schaukasten oder auf dem Tisch am Eingang der Kirche.

Pastor Thomas Johannsen


Angedacht 

Nun ist die Weihnachtszeit endgültig vorbei spätestens mit dem Fest der Heiligen Drei Könige wird in den Häusern und Wohnungen der Weihnachtsbaum abgeschmückt. Christbaumkugeln werden wieder verstaut, die Lichterketten zusammengelegt, die Krippenfiguren verschwinden in ihrer Kiste und wandern zusammen mit den anderen Weihnachtsutensilien wieder in den Keller oder auf den Dachboden. Normalerweise fällt mir dieses Aufräumen nicht so schwer. „Alles hat seine Zeit!“ und so darf auch die Weihnachtszeit enden und Neuem Platz machen. Doch in diesem Jahr ist es anders. Beim Zusammenpacken überkam mich ein wehmütiges Gefühl. Irgendwie wollte ich etwas von der Freude dieser Tage und Wochen noch nicht wegräumen. In Zeiten von verlängertem Lockdown und ausgeweiteten Kontaktbeschränkungen wollte ich etwas von der Hoffnung dieser Zeit zurückbehalten. Dabei fiel mir eine Geschichte ein, die ich vor einiger Zeit gelesen habe:

Als ich dieses Jahr meine Krippe und die fünf Weihnachtsengel wieder einpackte, behielt ich den Letzten in der Hand. „Du bleibst“, sagte ich zu ihm. „Ich brauche ein bisschen Weihnachtsfreude über das ganze Jahr.“

„Da hast du aber Glück gehabt“, sagte er.

„Wieso?“ fragte ich ihn.

„Na, ich bin ein Egel, der sprechen kann.“

Stimmt! Jetzt erst fiel es mir auf: Ein Engel der redet? Da hatte ich wirklich Glück gehabt. „Wieso kannst du eigentlich sprechen? Das gibt es doch gar nicht?“

„Doch, das ist so. Nur wenn jemand nach Weihnachten einen Engel zurückbehält, nicht aus Versehen, sondern wegen der Weihnachtsfreude – wie bei dir -, dann können wir reden. Aber es kommt ziemlich selten vor. Übrigens, ich heiße Heinrich.“

Seitdem steht Heinrich in meinem Wohnzimmer im Regal. In den Händen trägt er seltsamer Weise einen Müllkorb. Heinrich steht gewöhnlich still an seinem Platz, aber wenn ich mich über irgendetwas ärgere oder Sorgen habe, hält er mir seinen Müllkorb hin und sagt: „Wirf rein!“

Ich werfe dann meinen Ärger oder meine Sorgen dort hinein – und weg sind sie! Manchmal ist es ein kleiner Ärger: wenn ich zum Beispiel meine Brille oder meinen Haustürschlüssel nicht finden kann. Es kann aber auch eine Not oder Schmerz sein, mit dem ich einfach nicht fertig werde.

Eines Tages fiel mir auf, dass Heinrichs Müllkorb immer gleich leer war. Ich fragte ihn: „Wohin bringst du das alles?“

„In die Krippe“, sagte er.

„Ist denn so viel Platz in der kleinen Krippe?“

Heinrich lachte: „Pass auf: In der Krippe liegt ein Kind, das ist noch kleiner als die Krippe selbst. Und sein Herz ist noch kleiner. Deinen Kummer lege ich in Wahrheit gar nicht in die Krippe, sondern in das Herz des Kindes. Verstehst du das?“

Ich dachte lange nach: „Das ist schwer zu verstehen. Und trotzdem freue ich mich. Komisch, nicht?“

Heinrich runzelte die Stirn. „Das ist gar nicht komisch, sondern das ist die Weihnachtsfreude. Verstehst du?“

Auf einmal wollte ich Heinrich noch vieles fragen. Aber er legte den Finger auf den Mund. „Pst“, sagte er, „nicht reden. Sich einfach freuen.“

Eine Geschichte, die versucht deutlich zu machen, was denn über die Weihnachtzeit hinaus bleibt. Dabei ist es nicht nur der Engel, der auch. Aber vor allem geht es um die Weihnachtsfreude. Und die ist eben nicht nur auf den 24., 25. und 26. Dezember beschränkt. Denn letztlich kann sie uns durch alle Tage des Jahres begleiten oder uns immer wieder neu begegnen.

Deshalb ist der Engel, der eigentlich zu unseren Krippenfiguren gehört, in diesem Jahr nicht mit in den Keller gewandert. Er steht immer noch auf der Kommode im Wohnzimmer und soll uns gerade in diesen Tagen an die Hoffnung und Freude der Weihnachtszeit erinnern.

Bleiben Sie behütet und bleiben Sie gesund!

(Geschichte aus dem Buch: 40 Predigten über das Geheimnis von Weihnachten von Willi Hoffsümmer, Schwabenverlag) 

#Hoffnungsleuchten

Unter diesem Titel hat die Nordkirche eine Aktion gestartet, die den trüben Gedanken in dieser etwas anderen Adventszeit etwas entgegen setzen will. Denn besonders in diesen Wochen spüren wir, wie wichtig es ist, wenn ein Licht aufscheint. Es steht für Wärme, Nähe und Geborgenheit. Dabei sind nicht wir es, die dieses besondere Licht der Weihnacht in die Welt bringen. Es ist vor fast 2000 Jahren durch die Geburt Jesu in die Welt gekommen. Aber wir können das Licht, die Botschaft von der Liebe Gottes, die uns in schweren Zeiten trägt, weitergeben, indem wir für einander da sind und von dem erzählen, was uns Halt gibt.

Um daran zu erinnern, hängt das Banner am Eingang der Kirche. Auf ihm sind auch die Worte zu finden, die schon der Engel den Hirten auf dem Feld mit auf den Weg gab. 

"Fürchtet euch nicht!"


Konfirmandenunterricht

Auf Grund der weiterhin geltenden Coronaverordnung des Landes kann auch im Januar  kein Konfirmandenunterricht stattfinden. Es gibt wieder Arbeitsblätter nach Hause und wir hoffen, im Februar wieder mit dem Unterricht im Gemeindehaus beginnen zu können.